Amadou selbstgemacht


von Thomas Koch aus Hechendorf

Zuerst brauchen wir natürlich einen echten Feuerschwamm (Fomes Fomentarius) Entweder bei Wikipedia unter Zunderschwamm nachschauen oder ein Pilzbestimmungsbuch mitnehmen.
Es ist wichtig den echten Feuerschwamm zu finden, andere Baumpilze sind nicht geeignet. Dieser Feuerschwamm ist mehrjährig, also das ganze Jahr über zu finden und wächst meist an Laubbäumen, auch an abgestorbenen. Zumindest in Oberbayern brauche ich nicht lange im Wald zu suchen, bis ich fündig werde. Am besten beim Sammeln gleich mehrere möglichst große Schwämme mitnehmen. Den Schwamm mit einer Feinsäge aufsägen und mehrere Scheiben absägen. Im unteren Teil des Schwammes sind von außen kleine Röhren zu erkennen. Im Sägeschnitt sieht dieser Bereich leicht schuppig aus. Diesen Teil und den harten schwarzen Rand schneiden wir mit der Laubsäge weg.Wie groß der Anteil der für uns unbrauchbaren Röhren ist, erkennt man erst nach dem Aufsägen.

Daher besser mehrere Schwämme mitnehmen. Die verbleibenden Teile in eine Schüssel mit Wasser und Spülmittel legen und mehrere Tage einweichen. Nach dem Einweichen die Scheiben trocknen bis sie noch leicht feucht sind und dann gefühlvoll mit einem Hammer weich klopfen.
Ganz trocknen lassen und auf Holzbrettchen oder Lederstückchen aufkleben. Ich verwende hierzu gewöhnlichen Weißleim. Pattex geht aber sicher genauso.
Ein kleiner Tipp noch: Das Sägen geht mit einer Bandsäge natürlich wesentlich leichter als von Hand, aber wer hat schon eine Bandsäge? Da ich selbst Schreiner bin weiß ich, dass alle Schreiner nette Menschen sind. Sicherlich findet Ihr einen Schreiner um die Ecke, der Euch den Schwamm in Scheiben schneidet.

Comments are closed.