Die Rehhaarfliege


von Hans Klas

 
 
Diese Rehhaarfliege ist mit wenig Material sehr einfach zu binden, schwimmt erstaulich gut und hat schon manche Forelle auf dem Gewissen. Sie liegt immer “irgendwie” im Film, ist also nicht so der perfekte Reiter wie manch andere Trockene, aber den Fischen ist das anscheinend ziemlich egal. Das Rehhaar kann auch in anderen Farbtönen eingebunden werden, das Garn ebenso. Grundsätzlich wird diese Fliege mit einer ordentlichen Portion Rehhaar gebunden und trocken gefischt. Aber man sollte auch einige Muster mit recht dünner Behaarung binden. Hat man im Stillwasser steigende als auch buckelnde Forellen, ist diese “dünne” Fliege ideal. Sie schwimmt immer noch recht ordentlich auf dem Wasser. Nimmt die trocken angeworfene, steigende Forelle doch nicht, bringt man diese Fliege mit einem kräftigen Zupfer unter die Oberfläche und zupft damit ein sehr verlockendes Angebot für zeitgleich buckelde Forellen ein. Beim nächsten Auswerfen kann man sie wieder einer steigenden Forelle anbieten oder einfach eine Weile schwimmen lassen, dann wieder unter der Oberfläche einzupfen. Geht prima!

Haken: 12er Kamasan B170
Garn: Allround Thread 6/0 in Rot
Körper: Pfaufiber
Flügel: Rehhaar in braun


Grundwicklung mit Bindegarn auflegen. Bei rotem Garn mache ich am Ende gern einen dicken Knuddel, der bleibt bei der fertigen Fliege als roter Reizpunkt sichtbar. Drei oder vier Pfaufibern einbinden, den Faden aber wieder nach hinten führen.


Pfaufibern nach vorne winden und mit einer Hechelklemme festhalten. Jetzt den Bindefaden mit einigen wenigen Wicklungen durch die Pfaufibern nach vorne führen, Fibern abfangen und sichern.


Ein Büschel Rehhaar einbinden, Abschlußknoten setzen. Das überstehende Rehhaar abschneiden, aber einen kleinen Stutzen lassen. Die Fliege ist fertig.


Viel Spaß beim Nachbinden wünscht Euch Hans.

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